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Sommer, Sonne, Reiseapotheke

Auf den Sommerurlaub freut man sich oft über Wochen und Monate. Wenn man dann ausgerechnet in dieser Zeit krank wird, ist das ärgerlich. Mit der richtigen Reiseapotheke kann man sich aber zumindest auf die häufigsten kleinen Beschwerden vorbereiten.

Die richtige Basis

Grundsätzlich sollte der Inhalt der Reiseapotheke auf die Art des Urlaubs, das Reiseziel und die Mitreisenden abgestimmt werden. Es gibt jedoch eine gewisse Grundausstattung, die immer dabei sein sollte:

  • Für die Wundversorgung: Einmal-Handschuhe, Schere, Mullbinden, Pflaster und Salbe
  • Mittel gegen Durchfall, Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden
  • Medikament gegen Reisekrankheit
  • Medikamente gegen Fieber und Erkältung, also etwas gegen Schnupfen und gegen Husten
  • Fieberthermometer
  • Desinfektionsmittel
  • Insektenschutzmittel, Gel oder Salbe für Stiche

Darüber hinaus gehören regelmäßig benötigte Medikamente in ausreichender Menge in die Reiseapotheke, am besten zusätzlich in einer ausreichenden Menge für einen oder zwei Tage auch ins Handgepäck, falls ein Koffer verloren geht. Ein weiterer Punkt, der für Allergiker gilt, sind Medikamente gegen die Allergie oder für allergische Notfälle.

Auch wenn es kein Medikament ist, gehört auch immer Sonnenschutz zur wichtigen Ausstattung im Urlaub, denn Sonnenbrand fügt der Haut große Schäden zu. Das ist vor allem für Kinder wichtig, denn Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das spätere Hautkrebsrisiko.

Welches Medikament für wen?

Beim Packen der Reiseapotheke ist es auch wichtig, wer mit in den Urlaub fährt. Beim Verreisen mit kleinen Kindern braucht man zum Beispiel die wichtigsten Medikamente wie solche gegen Fieber und Schmerzen auch in einer Variante für Kinder. Hier sind die Dosierungen nämlich anders als bei Erwachsenen. Auch je nach Alter der Kinder kann die Konzentration der Wirkstoffe anders sein, so gibt es zum Beispiel Fiebersäfte für Babys ab sechs Monaten und für Kinder ab einem Jahr. Auch diese Unterschiede sollte man bei mehreren Kindern im Blick haben.

Auch wenn man mit manchen Beschwerden schon vorher rechnen kann, riskiert man hier besser keine Überraschungen. Weiß man beispielsweise, dass jemand aus der Reisegruppe zu Reisekrankheit neigt, sollte man für diesen Fall ebenfalls ein Medikament dabeihaben.

Sportlich aktiv oder entspannt am Strand?

Ein sportlicher Aktivurlaub macht kleinere Verletzungen wahrscheinlicher, deshalb sollte man mehr Produkte zur Wundversorgung einpacken als bei einem reinen Strand- oder Wellness-Urlaub. Auch die Wahrscheinlichkeit für kleine Blessuren wie Blasen an den Füßen oder Kratzer steigt je nach Aktivität an. Das Risiko für Zerrungen oder Prellungen ist im sportlichen Urlaub ebenfalls höher, auch auf diesen Fall sollte man mit einer Salbe oder einem passenden Schmerzgel vorbereitet sein.

Angepasst an den Urlaubsort

Der letzte Aspekt beim Zusammenstellen der Reiseapotheke ist die Frage, ob für das Urlaubsland bestimmte Medikamente empfohlen werden oder ob vorher womöglich noch Impfungen nötig sind. Bei der Einreise in manche Länder sind solche Impfungen vorgeschrieben. Sinnvoll ist es deswegen, sich frühzeitig an den Hausarzt zu wenden, damit für eine möglicherweise noch notwendige Impfung auch noch ausreichend Zeit ist. Den Impfpass sollte man dann unbedingt mitführen, am besten mit einer zusätzlichen Kopie im Gepäck.

Wenn man täglich Medikamente benötigt, ist es außerdem wichtig, sich vorher zu informieren, ob für das Urlaubsland Einfuhrbestimmungen gelten und ob man ein Attest vorweisen muss, in dem bestätigt wird, dass man das Medikament braucht.

Wenn im Urlaub Medikamente fehlen

Trotz aller Vorbereitung kann es passieren, dass im Urlaubsland ein Medikament zur Neige geht oder dass man etwas braucht, womit man vorher doch nicht gerechnet hat. In einem Land, in dem eine anderen Sprache gesprochen wird, die Apotheken nach Medikamenten abzusuchen, ist nicht nur extrem stressig, es ist auch nicht gesagt, dass man Erfolg haben wird. Hilfreich ist es für solche Fälle, wenn man sich die Namen wichtiger Wirkstoffe auf Latein notieren lässt – diese sind nämlich überall gleich und die Verständigung scheitert nicht daran, dass z.B. ein Schmerzmittel unter einem anderen Namen auf dem Markt ist. Gerade für täglich benötigte Medikamente ist dieses Vorgehen wichtig. Beim Notieren der Begriffe kann der Hausarzt helfen.
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